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Höchste Zeit

Fast 1.000 Chemnitzerinnen und Chemnitzer aller Jahrgänge haben am 20. September auf dem Markt ihren Unmut über die geplanten Kürzungen in allen für sie bedeutenden Lebensbereichen lautstark bekundet. Es formiert sich der Widerstand und es formuliert sich der Protest gegen eine Rotstiftpolitik in der Kommune, die vor allem ihre Ursachen in einer verfehlten Wirtschafts- und Finanzpolitik von Bund und Land haben. Was muten die schwarz-gelben Regierungen den Bürgerinnen und Bürgern zu? In erster Linie sollen die Ausgaben in den Bereichen für Soziales, Kultur und Sport aber auch bei den so notwendigen Investitionen für Schulen, Kindertages- und Sportstätten bis unter die Schmerzgrenze gestrichen werden. Es sind keine Peanuts zu sparen, sondern erdrückende 177 Mio. Euro und dies auf Kosten der Allgemeinheit. Den Bänkern die Boni und dem Volk die Sparmaßnahmen – eine verkehrte Welt möchte man meinen.
Dem stellten sich die Kundgebungsteilnehmer vor dem Chemnitzer Rathaus mit ihren lautstarken Sprüchen und selbst gestalteten Plakaten entgegen und trugen ihre Standpunkte mit einem Marsch durch die Innenstadt weiter in die Öffentlichkeit. Die Botschaft war nicht zu überhören und zu übersehen – wehrt Euch jetzt, wenn das warme und frische Essen für die Kinder erhalten, wenn der Freizeit- und Breitensport gewährleistet, wenn eine Eintrittskarte für Kulturveranstaltungen bezahlbar, wenn das Freibad und die Sauna weiter geöffnet bleiben sollen. Noch ist Zeit für öffentlich wirkungsvolle Proteste gegen die geplanten Sparmaßnahmen, noch sind die Haushalte in Bund, Land und Stadt nicht beschlossen. Sind Sie beim nächsten Male mit dabei? Es würde mich freuen.

Raimon Brete
Fraktionsgeschäftsführer

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