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So geht Geschichte nicht, Herr Kohlmann!
Der Fraktionsvorsitzende von PRO CHEMNITZ Kohlmann verunglimpfte in seiner Rede zum Haushalt der Stadt Chemnitz am 9. Februar den Kampf des spanischen Volkes und der Internationalen Brigaden.
Die Ausstellung im Rathaus, die man noch bis zum 25. Februar 2011 sehen kann, tituliert er als Ausstellung der Mörder. Einmal mehr verfälscht Kohlmann die historische Wahrheit, um den Faschismus einen Persilschein verpassen zu wollen.
Am 18. Juli 1936 sollte die nach bürgerlichen Recht frei gewählte spanische Republik durch Franco und andere Generäle weggeputzt werden. Dies war Verrat am spanischen Volk! Ein Verrat, der sich Jahrzehnte später in Chile unter Pinochet wiederholen sollte. Dies auch unter dem Beifall der offiziellen Vertreter der Bundesrepublik Deutschland. In Spanien putschte der gleiche Franco, der als General des Königs tausende streikende Bergarbeiter ermorden ließ.
Im Gegensatz zum Baskenland, wo die katholische Kirche eine sozial engagierte Volkskirche war, war sie fast überall in Spanien eine feste Stütze des reaktionären volksfeindlichen Königtums. Der katholische Klerus unterstützte von Anfang an den faschistischen Putsch. Der so aufgestaute Zorn der Menschen entlud sich in gewaltsamen Ausbrüchen gegen Kirchen, Klöster, Mönche und Nonnen. Der gleiche Zorn, der Jahrhunderte zuvor im großen Deutschen Bauernkrieg , gegen die katholische Volksausplünderung zum Ausdruck kam.
Das ist der Gesamtzusammenhang auch für die Ereignisse in Barcelona. Die Internationalen Brigaden haben zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht existiert! In der Ausstellung wird sowohl Heldentum als Tragik der Brigadistas dargestellt. Dies gilt es, unvoreingenommen zu betrachten!
Auch auf die Geschichte von Mördern wird eingegangen. Diese bombten aus der Luft und löschten das Leben tausender Kinder, Frauen und Männer, zahlloser Zivilisten in Barcelona, Madrid, Guernica und weitere Städte aus. Es waren die Angehörigen der berüchtigten Legion Condor die den Tod und das große Leid über das spanische Volk brachten. Darunter waren auch viele deutsche Faschisten.
Die Ausstellung im Rathaus ist nur zu empfehlen!
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